Gitschtalschmiede

IM SCHMIEDEMUSEUM WEISSBRIACH

Offenes Schmieden wieder nach COVID-19.

Offenes Schmieden

DIE SCHMIEDE LEBT WIEDER!

Für ein Tal mit viel Waldbesitz war die Dorfschmiede früher unverzichtbar. Werkzeug für die Waldarbeit musste ständig hergestellt bzw. gerichtet werden.


Seit der Wiederbelebung der Esse ist schon so mancher Landwirt aufgetaucht, um sein traditionelles Werkzeug, wie zum Beispiel einen Zepin (Haken für den Abransport von Baumstämmen), richten zu lassen. Hand-gefertigtes hat eben doch seinen Wert und lässt sich – oft im Gegensatz zu modernem Werkzeug – reparieren.






Beim Offenen Schmieden, welches 2 mal monatlich freitags stattfindet, hat Klein und Groß Spaß, dabei zuzuschauen, wie aus einem Stück Eisen Rosenstäbe, Kerzenleuchter oder kleine Hufeisen etc. entstehen. Aber nicht nur Zuschauen ist gefragt, vielmehr ermuntern wir unsere Gäste, sich selbst - natürlich mit Unterstützung - am Amboss zu versuchen. Damit auch Kinder unter Anleitung selbst Hand anlegen können, haben wir auch einen kleineren Amboss aufgestellt.

Übrigens: Wenn es glüht und zischt, entwickeln Kinder eine erstaunliche Geduld, haben wir festgestellt!

Die aktuellen Schmiede-Termine können Sie dem Laufband oben rechts entnehmen.












         Schauschmieden für Gruppen

Ebenso bieten wir eine  Kombination aus „Schmieden/Geschichte der Schmiede“  für Gruppen bis ca. 50 Personen an. Dabei legen wir Wert darauf, dass das Entstehen eines Stückes bzw. das Richten eines Werkzeuges von Anfang bis Ende mitverfolgt werden kann. Auch die Tradition des "Bier-Stachelns" mit Verkostung ist möglich.

         Dauer: Ca. 1 - 1, 5 Stunden

Zur Zusammenstellung eines individuellen Programms nach Ihren Wünschen sowie Termiabsprache kontaktieren Sie uns gern!


                                                                                                                          ...und zum Schluss die Probe: Zepin hält! :-)





Wollverarbeitung

Zu altem Handwerk gehört auch die Verarbeitung von Schafwolle, die seit Jahrtausenden von Menschen genutzt wird. Bis weit ins 20. Jahrhundert hinein fand sich im Gitschtal in fast jedem Haus ein Spinnrad und ein Webstuhl. Wolle zu verspinnen, zu weben und zu verstricken gehörte zum Alltag jeder Familie. Auch dieses Handwerk ist fast ausgestorben, erfreut sich jedoch in letzter Zeit einer Renaissance. In der Schmiede wird deshalb nicht nur geschmiedet, sondern  auch Schafwolle gekämmt und versponnen.


Eine interessante Beobachtung: Beim Schauschmieden stehen Väter und Söhne an der Esse, während sich Mütter und Töchter an Kardatschen und Handspindeln versuchen – es muss wohl doch etwas dran sein an den geschlechtsspezifischen Interessen!


Schafwoll-Produkte bieten übrigens alle Eigenschaften von moderner Outdoor- Kleidung: Sie schützen vor Kälte, saugen Schweiß auf und stoßen Feuchtigkeit ab – und sind dabei rein biologisch ohne chemische Hilfsmittel! Die Natur weiß scheinbar doch, was sie tut!





Spinn-Workshop: von der Rohlwolle zum gesponnenen Faden


Immer Mittwochs von 9:30h – 12:30h in der Schmiede
Nähere Info und Anmeldung (erforderlich!) unter
Tel.: 0660 7059976 oder während der Öffnungszeiten in der Schmiede


Kursinhalt:
– Rund ums Spinnen – ein Überblick
– Wolle kardieren
– Erste Schritte an der Handspindel
– Spinnen am Spinnrad


Abweichende Termine nach Vereinbarung!

(c) Gitschtaler Kunst- & Handwerksstüberl