Gitschtaler Kunst- & Handwerksstüberl

IM SCHMIEDEMUSEUM WEISSBRIACH

Schauschmiede-Termine Juni: Dienstag 06. Juni und Freitag 23. Juni von 16:30 bis 20:00 Uhr!




Schauschmieden am 13.06.2015

 

Nachdem uns ein alter Brauch der Schmiede-Zunft, zu kaltes Bier auf Trinktemperatur zu bringen, zu Ohren gekommen ist, haben wir natürlich die Gelegenheit beim Schopf ergriffen, diesen Brauch zu neuem Leben zu erwecken. Und so stand beim Schauschmieden am 13. Juni „Bierstacheln schmieden“ auf dem Programm. Bier zur Verkostung hatten wir besorgt, aber beim „Vorher-Nachher“-Versuch waren die Meinungen durchaus gespalten: Dass der Schaum cremiger ist, darin waren sich alle Verkoster einig. Kaltes Bier durch warmen, cremigen Schaum zu trinken, ist ebenfalls ein Geschmackserlebnis, so die einhellige Meinung. Der Duft von karamellisiertem Malz zog durch die Schmiede, und das war der Punkt, an dem sich die Geister schieden: Das Bier wird bitterer, wenn das Malz karamellisiert. Ist das nun gut oder schlecht? Es gibt ja mittlerweile Sommeliers nicht nur für Wein, sondern auch für Bier, und auch sie sind sich nicht einig. Fest steht jedenfalls: Wer Bierliebhaber ist und beim Grillen im Sommer oder an kalten Winterabenden für ein geselliges Highlight in gemütlicher Runde sorgen will, sollte es einmal ausprobieren! Eine Esse ist dafür nicht erforderlich – das Kaminfeuer und der Grill tun die gleichen Dienste - im Notfall sogar ein Gaskocher oder Bunsenbrenner. Nur einen Bierstachel braucht es halt. Den gibt es bei uns in der Schmiede.

 

Nachfolgend ein Fachartikel über das Bierstacheln für Alle, die es genauer wissen wollen:

29.12.2014

 

Zur gestrigen Fackelwanderung mit Alois Enzi sind fast 60 Gäste und Einheimische gekommen! Nach dem Anzünden der Fackeln ging es auf einen romantischen - und sehr kalten - Spaziergang durch Weißbriach, wobei Alois auch einen kurzen Einblick in die Geschichte des Dorfes gab. Bei der Rückkehr in die Schmiede warteten schon heißer Früchtepunsch und eine Delegation der Trachtenkapelle auf unsere Gäste. Herzlichen Dank an Musiker und Organisatoren...das war ein sehr stimmungsvoller Abend!

 

Fotos Fackelwanderung

 

 

Bierstacheln

Hitze verwandelt Starkbier in Süßigkeit

 

600 Grad heißer Stahl sorgt für Cappuccino-Schaum, Karamell- und Röstaromen –und eine Geschmacksexplosion. 


Der Stahl glüht. Die blaue Flamme des Gasbrenners lässt die Spitze des Stabes rot strahlen. Wir nehmen den Bierstachel und tauchen ihn ins Bier – ein Zischen, der Schaum schießt nach oben, leichter Verbrennungsgeruch liegt in der Luft. Nach drei Sekunden ist das bizarre Schauspiel vorbei.

 

Bierstacheln - so nennt man die Bierveredelung mittels eines heißen Eisenstabs, der für wenige Sekunden ins Bier getaucht wird. Durch den Hitzeschock karamellisiert der Restzucker im Bier und gibt dem Bier einen weichen, intensiveren Geschmack. Der Schaum ist sehr feinporig, hat in etwa die Konsistenz von Cappuccino-Schaum. Das Geschmackserlebnis ist unerwartet – aber genial: Der warme Schaum streichelt dabei gewissermaßen über die Oberlippe und vermischt sich im Mund mit dem noch kühlen, mit Röstaromen und Karamellnoten verfeinerten Bier.

 

Das Bierstacheln geht auf eine alte Schmiede-Tradition zurück. Bier wurde immer schon kühl gelagert – mitunter zu kalt zum Trinken. In jeder Schmiede hatte man früher für solche Fälle ein Eisen im Feuer. Das glühende Eisen wurde in das Bier getaucht und dieses so auf eine angenehme Trinktemperatur gebracht. Da das Eisen oft ein spitzer Schürhaken war, nannte man die Prozedur bald „Stacheln.“

 

Das Stacheln ist heute eine Zeremonie, die den Biergenuss besonders hervorhebt. Die Begegnung von glühendem Eisen und eiskaltem Bier in einem eleganten Glaspokal erzeugt eine Spannung – und das vor allem in geselliger Runde. Dabei ist das Bierstacheln nicht nur Experten vorbehalten, denn es ist kein Hexenwerk: Der Bierstachel ist ein etwa 40 Zentimeter langer, geschmiedeter Stab, der auf bis zu 600 Grad erhitzt wird. Benötigt wird zudem etwa 0,15 – 0,2 Liter kühlschrankkaltes (6-7 Grad) dunkles Bier mit viel Restzucker. Am besten eignet sich dafür normales dunkles Bier, Bockbier oder Weizenbock.

 

Und so wird es gemacht: Die Flüssigkeit mit möglichst wenig Schaum in ein Glas schütten und den Bierstachel bis zur Rotglut erhitzen. Wenn der Eisenstab glüht, den Bierstachel etwa zwei bis fünf Sekunden in das gefüllte Bierglas eintauchen, bis sich ein etwa zwei bis drei Zentimeter hoher feinporiger Schaum gebildet hat – danach den Bierstachel mit einer leichten Schwenkbewegung wieder aus dem Glas ziehen.

Beim Erhitzungsvorgang verliert das Bier ein wenig an Kohlensäure und durch den Hitzeschock karamellisiert der Restzucker im Bier und gibt dem Bier einen weichen, intensiveren Geschmack.

Das kühle Bier, das sich lediglich um etwa ein bis drei Grad erwärmt hat, ist nun bereit, um durch den feinporigen warmen Schaum getrunken zu werden.

 

Mittwoch, 03. Juni 2015

 

"Kraut und sein Werkzeug" im Schmiedemuseum Weißbriach:

Sepp Naggler demonstriert, wie ein Krautstampfer entsteht und lässt sich dabei gern über die Schulter schauen. Auch dem Schmied kann man an diesem Tag bei der Arbeit zuschauen.

Beginn 10.00 Uhr

Anschließend gemütliche Wanderung entlang des Naturlehrpfades zur Holzknechthütte in den Gösseringgraben mit kulinarischen Speck- & Krautschmankerln sowie musikalischem Ausklang, Ihr Wanderbegleiter: Herr Johann Hörbinger

 

Nähere Infos zur „Krautschau“ im Gitschtal: Tourismusbüro Gitschtal

 

9622 Weißbriach 201, Telefon: +43 / 4286 / 219, Fax: +43 / 4286 / 219-15, E-Mail: gitschtal.tourist@ktn.gde.at, www.weissbriach.at

29. April 2015

 

Wir starten am 01. Mai 2015 in die Sommersaison. Ab sofort gelten die Sommer-Öffnungszeiten 16.30 h – 20.00 h! Die beiden Schauschmiede-Termine für den laufenden Monat finden Sie im Laufband oben rechts.

Mittwoch, 03. Juni 2015

 

Gitschtaler Krautwoche

Zur Themenwoche „Gitschtaler Krautwoche“ gab es vielfältige Aktivitäten, so unter anderem auch

am 03. Juni den Schwerpunkt „Kraut und sein Werkzeug“ in der Schmiede. Sepp Naggler, sonst eher für seine Rechen und geschnitzte Edelweiß-Blüten bekannt, transportierte seine Drechselbank mit dem Traktor vor die Schmiede und demonstrierte daran, wie Krautstampfer gemacht werden.

 

Das selbstgezogene Kraut würzen und einstampfen – das ist ein Brauch, den noch viele Häuser im Gitschtal pflegen. Glücklich kann sich schätzen, wer noch im Besitz der dazu erforderlichen alten Gerätschaften ist, die heute kaum noch hergestellt werden. Als wir herzogen und uns mit einem großen Garten beglückt sahen, konnten wir unsere ersten Krautköpfe nur verarbeiten, indem wir uns die nötigen Utensilien „zusammenliehen“. Dass es nun wieder Krautstampfer gibt, haben wir der Idee zur „Gitschtaler Krautwoche“ und Sepp Naggler zu verdanken!

02.April 2015

 

Mit den vielen Oster-Dekoideen macht sich die Schmiede auch sehr hübsch! Am Karsamstag war in diesem österlichen Ambiente wieder SCHAUSCHMIEDEN zu gewohnter Zeit - übrigens das einzige Mal im April, bevor es dann im Mai mit Vollgas in die Sommersaison geht!

 

Hier gehts zur Galerie!

Artikel in der „Woche“ April 2015

 

„Schmiedekunst trifft auf Kunsthandwerk“ (klicke Bild)

Am 12. Feber 2015 fand in der Schmiede erstmals ein Event der besonderen Art statt:

Die Familienmusik Waldner präsentierte ihre CD "haus'gemacht" in der Schmiede. Der Titel der CD hätte nicht besser passen können: Zu "hausgemachter" Musik vor offenem Feuer gab es "hausgemachte" Spezialitäten aus dem Hause Niggl, dazu las Heli Ronacher für den Anlass Ausgewähltes aus ihren "hausgemachten", sprich eigenen Gedichten, und das Ganze geschah im Ambiente der Schmiede, die ebenfalls "Hausgemachtes", nämlich altes und neues Handwerk aus dem Gitschtal, präsentiert. Das war wirklich ein sehr gelungener Abend - herzlichen Dank an alle Beteiligten und Besucher! Hier ein paar Eindrücke...

 

Fotos CD-Präsentation

 

 

Artikel in der "Woche"

 

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